Diskriminierung!

17. August 2009

… oder warum sagt die Redewendung “[Irgendetwas] ist Wurs(ch)t” etwas anderes aus als “[Irgendetwas] ist Käse”? Ist Käse weniger Wert? ;-)

Music for the Masses!

3. August 2009

Röyksopp hat es mal wieder geschafft! Sie haben mal wieder ein absolut geniales Musikvideo fabriziert. Aber was erwarte ich denn auch anderes von der Band mit den besten Musikvideos? Natürlich ist das Lied auch mal wieder einsame Spitzenklasse! Ein absoluter gute Laune Hit! :-) Ich kann auch das komplette Album Junior empfehlen. Insbesondere gefallen mir - falls man bei diesem Meisterwerk sich überhaupt erdreisten darf einzelne Lieder herauszustellen - das Lied Nr. 3 Vision One und Lied Nr.5 Röyksopp Forever, neben oben gezeigtem besonders gut. Gerade Röyksopp Forever ist eine absolut gelungene Symbiose aus Klassik und dem Röyksopp-Beat.

* 23/24.12.1916 - † 18.04.2009

18. April 2009

Weinende Putten am alten Friedhof in Memmingen

Mach es gut Oma. Du warst eine klasse Frau!

Der Alltag

15. April 2009

Es ist 5:59 Uhr. Der Radiowecker springt an. Nachrichten. Die Sonne… Ach die scheint noch gar nicht. Die erste Handlung ist das rausquälen aus dem Bett und der Gang ins Bad. Ja, an einem frischen Morgen… Ach verdammt - es regnet. Frühstück wird ausgelassen. Bewaffnet mit Schlüssel, Firmenkarte und Laptop heisst es “On the road again” zur Arbeit. Von 8 bis 16 Uhr im fensterlosen Labor hocken, wenigstens mit guter Musik. Zum Mittagessen gibts… Keine Ahnung was das ist aber es sieht von den 3 Kantinen Gerichten noch mit am besten aus.
Und neigt sich dann der Nachmittag dem Ende zu, befindet man sich dann wieder auf dem Heimweg. Spielende Kinder draussen. Es wird noch etwas unternommen - Grillen, Weggehen, Buch lesen oder einfach vor dem PC hocken. Je nach Windrichtung Wetter. ;)
Und wenn der Mond aufgegangen ist und der Innenhof so langsam auch nicht mehr durch die Lichter der Wohnungen erhellt wird, dann zaehlt nur noch ein Gedanke vor dem Einschlafen: Jetzt in Neuseeland sein…

Äh, sag mal - gehts noch?

8. April 2009

Man kann ja sagen was man will, aber wenn man solche Nachrichten liest:

Finanzminister Steinbrück will einem Bericht zufolge härter gegen Großverdiener vorgehen. Künftig sollen unangekündigte Steuerprüfungen möglich sein - auch ohne Verdacht. Im Visier: alle Bürger ab einem Jahresverdienst von 500.000 Euro.

dann fängt man doch berechtigterweise an zu zweifeln? Man kann ja zu den sogenannten “Großverdienern” stehen wie man will, aber solche Stasi-Methoden - die Überprüfung auch ohne jeglichen Verdachts - hat eine Demokratie doch wirklich nicht nötig? Naja, gut… Von anderen, bereits beschlossenen, Maßnahmen will ich hier erst gar nicht anfangen…
Quelle

Wetter

6. April 2009

Es ist schon etwas komisch, wenn man eine Augsburger Webcam bzw. wetter.de/com ansurft um herauszufinden wie denn das Wetter “drausen” ist. Blödes fensterloses Labor ;-)

Europawahl

2. April 2009

Eigentlich ja traurig, dass der erste Flyer im Briefkasten für die Europawahl von der DVU ist…

Sofia Part II

7. März 2009

Am Freitag wurde ich ins Theater eingeladen. Das Stück stammt von einem russischen Autor, dessen Name mir entfallen ist, und hieß Albena. Kurz zusammengefasst geht es um die wunderschöne Albena die mit einem Müller verheiratet ist, aber mit dessen Chef eine Affäre hat (allerdings wich da das Theaterstück vom Buch ab, habe ich mir sagen lassen). Nach einigen Irrungen und Wirrungen findet ihr Mann schließlich heraus, was gespielt wird und es kommt zum Showdown, bei dem Ihr Mann schließlich stirbt. Albena wird des Mordes bezichtigt und soll gehängt werden. Kurz vor der Vollstreckung des Urteiles gesteht allerdings ihre Affäre, dass er ihren Mann umgebracht hat und sie kommt wieder frei. Es war wirklich ein sehr interessantes Stück und ein schöner Abend. Ich hatte ja zum Glück kompetente Übersetzer dabei, so dass ich das meiste verstanden habe was gerade gespielt wurde :-).

Um den Kulturschock noch zu komplettieren ging es dann am Samstag noch in die Oper um Schwanensee anzuschauen. Die erste, klassische, Ballettvorführung die ich gesehen habe. Die Oper, also das Gebäude, selbst war echt schön. Zwar nicht so groß und so prunkvoll wie einige hiesige Opern (Semperoper etc.) aber schön hergerichtet mit äußerst freundlichem Personal. Zum Stück selbst kann ich nur sagen, dass es echt super war. Die Musiker waren gut und ich habe jetzt auch endlich mal die Tänze zu den dazugehörigen Melodien, die ich ja fast schon alle kannte, gesehen. Hätte nicht gedacht, dass es gleich so abendfüllend war. Bei der Heimfahrt mit dem Taxi, welches ich bezahlt habe, hätte ich das Heulen anfangen können. Für umgerechnet 3 Euro (mit Trinkgeld) kann ich hier in Deutschland noch nicht einmal in ein Taxi einsteigen, geschweige denn komplett nach Hause kommen ;-) Alles in allem war es ein äußerst gelungener und schöner Abend.

Zwischenrein ging es auch immer wieder in die schöne Innenstadt. Am Sonntag dann auch ein wenig Außerhalb in die Studentski grad (Studentenstadt). Generell lässt sich sagen, dass das Leben in Bulgarien, gemessen an deutschen Verhältnissen, doch sehr günstig ist. Gerade beim Essen und Trinken sind die Preise gerade einmal halb so hoch wie bei uns. Für ein Essen für zwei Personen in einem gehobenem Lokal mit Vorspeise, Hauptspeise und jeweils zwei Getränke zahlt man, Trinkgeld inklusive, insgesamt knapp 30 Euro.
Die Bulgaren scheinen doch sehr stolz zu sein jetzt zur EU zu gehören. Zumindest sieht man eigentlich überall wo es eine bulgarische Flagge gibt gleich die der EU nebenan hängen. Autos sieht man sehr viel Deutsche, was mich ein wenig überrascht hat. Aber anscheinend zählt hier Made in Germany durchaus noch als hohes Qualitätssiegel. Lustiger weise fahren gerade sehr viele der Luxuskarossen (E-Klassen etc.) mit deutschen Nummernschildern. Vorwiegend HH und SHA, so dass ich mich schon darüber gewundert habe. Das hat wohl den simplen Grund, dass die Autos direkt aus Deutschland importiert und auch dort angemeldet werden. Ein in Deutschland gemeldetes Auto scheint wohl günstiger zu sein als es direkt in Bulgarien zu melden.

Am Monat bin ich noch einmal mit in die Schule, was definitiv kein Fehler war. Eine Klassenkameradin meiner Gastgeberin (die exzellent deutsch spricht) hat mir ihr fable für deutsches Fernsehen offenbart. Als ich nachfragte was sie denn so anschaut schwärmte sie mir von The Next Uri Gella, Germanys Next Topmodel und DSDS vor. Als ich augenrollend abwinkte wurde mir erklärt, dass bulgarisches Fernsehen wohl noch um Welten schlechter sein muss, was ich kaum glauben konnte. Es war aber äußerst lustig in Bulgarien von einer Bulgarin das perfekte Imitieren der Stimme von Claudia Schiffer in der Switch Reloaded verarsche zu hören. Ich lag am Boden vor Lachen.
Ich war insgesamt in drei verschiedenen Klassen im Deutsch Unterricht. Die Schüler waren wohl recht froh ein wenig Abwechslung zu bekommen zum Lehrer der auch ein wenig als Prinz Valium durchgehen hätte können.

Am Dienstag früh hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen. Ich wäre gerne noch ein wenig länger geblieben. Die Rückreise war dann allerdings leider nicht sehr angenehm.
Ein wenig ärgerlich war es für mich, dass ich meinen iPod Shuffle geschrottet hatte, indem er mir beim Rennen zu einem Bus aus der Jackentasche fiel und, wie das Pech so will, genau eine Pfütze traf. Noch ärgerlicher war es dann das mir somit auch ein „Gehörschutz“ im Flugzeug fehlte. Vor allem da neben mir eine junge Familie mit kleinem Kind saß. Letzteres hatte irgendwie keine Lust auf Fliegen und zog es vor den ganzen Flug in einer ohrenbetäubenden Lautstärke zu schreien. Aber wenigstens war alles pünktlich. Was man von der Deutschen Bahn nicht gerade behaupten kann. Von Dortmund nach Augsburg mit zweimal umsteigen. Der erste Zug hatte aufgrund eines „Personenunfalls“ 30 Minuten Verspätung, damit schon einmal den Anschlusszug nicht erwischt. Der nächste Anschlusszug in Köln kam nominell in 40 Minuten, hatte aber auch 20 Minuten Verspätung. Damit wurde auch Anschlusszug zwei nicht erreicht. Sprich in Stuttgart wieder eine geschlagene Stunde (+10 Minuten Verspätung) warten bis ich endlich wieder in den Zug steigen konnte. Am Ende kam ich in Augsburg geschlagene drei Stunden zu spät an. Meine Laune war natürlich dann auch dementsprechend. Dazu kam noch dass ich, eh schon ein wenig angeschlagen, durch das Rumstehen an den kalten Bahnsteigen und Bahnhöfen mir eine ordentliche Erkältung mit Lymphknoten Entzündung eingefangen habe.

Alles in Allem kann ich aber sagen, dass der Urlaub äußerst interessant und auch wirklich sehr schön war. Ich würde gerne jederzeit wieder hinfliegen. Allerdings dann doch auf ein wenig besseres Wetter hoffen ;-)

Sofia Part I

2. März 2009

Der Flug selbst verlief angenehm reibungslos. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich die meiste Zeit dann doch noch meinen Schlaf gefunden hatte.

Bauruine

In Sofia angekommen wurde ich dann schon gleich abgeholt. Auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt hatte ich dann schon die erste Möglichkeit ein wenig von der Umgebung mitzubekommen. Auch bei dem Rundgang den wir, gleich nach ein wenig Essen und einer wohltuenden Dusche, gemacht haben bestätigt sich das gemischte Bild. An allen Ecken und Enden sind doch recht viele Verfallserscheinungen die wohl auch sehr mit dem Niedergang des Warschauer Packts zu tun haben, sichtbar. Nicht weit von der Wohnung meiner Gastgeber steht auch eine gigantische Bauruine. Auch viele der Häuser haben schon lange einen Bedarf nach einer Renovierung. Aber wenn man dann durch die Stadt läuft sieht man auch überall richtig schöne Plätze und Gebäude als direkten Kontrast. Auch ist es so, dass oftmals nur die Fassade bröckelt aber es von innen dann schon wieder ganz anders aussieht. Auch hatte ich den Eindruck, dass die Menschen hier in Sofia sehr viel Wert auf Kultur in Form von Theater, Oper und ähnliches legen.
Dem hiesigen Goethe-Institut statteten wir auch einen kleinen Besuch ab. Schon lustig mitten in Sofia eine kleine, aber ordentlich gefüllte, deutsche Bibliothek zu haben.

Oberleitungs Bus

Sehr fasziniert hat mich das weitläufige Oberleitungsbus-System hier. Ich hatte zwar schon mal, aus Interesse, einiges darüber gelesen, so etwas aber noch nie in Aktion gesehen. Wobei es den Anschein hat, dass diese alten Busse auch langsam durch modernere und vor allem frei fahrende Dieselmaschinen abgelöst werden.
Auch interessant war ein kleiner Flohmarkt mit allen möglichen und vorwiegend alten Krims-Krams. Von einer alten Hand-Leica Kamera über Säbel bis hin zu Nazi-Helmen und SS-Dolchen. Ich könnte ewig über solche Flohmärkte schlendern.
Zum Abend bleibt eigentlich nur zu Sagen, dass das bulgarische Bier durchaus genießbar ist. Zudem ist 66 auch schon in diese Breitengrade vorgedrungen und ich habe gleich mal wieder verloren… In letzter Zeit irgendwie kein Glück beim Kartenspielen ;-)

Alexander Newski Kathendrale

Am Mittwoch ging es dann wieder in die Innenstadt. Hier gibt es für umgerechnet 60-80 Cent echt rieeeßige Pizzastücke, die dazu auch noch sehr, sehr lecker sind. Wir haben uns dann auch noch ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut, darunter auch eine der größten Kirchen in Sofia - der Alexander-Newski-Kathedrale. Eine relativ moderne Kirche, ungefähr zur gleichen Zeit wie St. Josef in Memmingen errichtet, aber die beiden Kirchen könnten vom Stil her nicht unterschiedlicher sein.

Exzellente heiße Schokolade

Nach dem kleinen Rundgang und einer äußerst leckeren heißen Schokolade (Wieso kostet die heiße Schokolade in Deutschland das dreifachte, schmeckt aber nicht einmal halb so gut?) habe ich meine Gastgeberin hier beim der ersten praktischen Fahrstunde begleitet. Ich musste mich hinten zusammenreisen nicht laut los zu lachen, da mich so ziemlich alles (inklusive Slalomfahren) an meine eigene erste Fahrstunde erinnert hat. Gut, bloß die Sprache war ein wenig anders ;-) Da wir recht spät wieder zuhause waren, haben wir uns dann eigentlich nur noch einen gemütlichen Abend gemacht.

Heute (Donnerstag) hieß es schon früh aufstehen, da ich mit zur Schule gegangen bin. Deutsch und Latein standen auf dem Stundenplan. Ersteres war natürlich schon sehr interessant und ich konnte mich auch aktiv beteiligen (Ja, ich kann das wirklich wenn ich will!). Latein war dann doch eher ein wenig langweilig. Aber doch auch eine Erfahrung, mal eine Schule in einem anderen Land von Innen zu sehen und auch den Unterricht mit zu bekommen. Es waren bloß nicht all zu viele Schüler da, da meine Gastgeberin im Abschlussjahrgang ist und dort sich doch einige freinehmen um lieber schon auf die Prüfungen zu lernen.
Leider gab es auch hier wieder einen Wintereinbruch. Die letzten zwei Tage waren relativ schön, aber heute hat es bei einem eisig kalten Ostwind den ganzen Tag nur geschneit. Dementsprechend ist auch leider die Planung ein wenig durcheinander geworfen worden. Aber das tut meiner guten Laune auch keinen Abbruch. Man kann sich auch bei schlechtem Wetter gut beschäftigen… Mit Poker zu Beispiel ;-)

Scheib aus, Scheib ei,

1. März 2009

Scheib über da Roai,
dia Scheib dia soll für
meine Blogleser soi.

Amendinger Funken 2009